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„Wölfinnen“ fehlt die Effizienz im Abschluss

Der Ball ist weg, und am Ende sind auch die Punkte verloren: Die SG-Drittliga-Handballerinnen (hier Lisa Gerbe) kassieren gegen Borussia Dortmund II eine verdiente Heimniederlage. Foto: Dietmar Reker, sportpresse-reker.de

Die Drittliga-Handballerinnen der SG Menden Sauerland verlieren gegen Boruissia Dortmund II mit 22:28. Sorgen um verletzte Kathrin Baer.

Burkhard Rohländer, Hallensprecher der Drittliga-Handballerinnen der SG Menden Sauerland, bewies am Samstagabend Gespür für die richtigen Worte. Nach der 22:28 (11:15)-Heimniederlage der „Wölfinnen“ gegen Borussia Dortmund II erinnerte Rohländer den SG-Anhang daran, dass es für Enttäuschung keinen Grund gibt.

„Denkt daran, dass wir der Aufsteiger sind“, gab Burkhard Rohländer denjenigen mit auf den Heimweg, die mittlerweile die Herkunft der eigenen Mannschaft vergessen haben. „Die Ansprüche sind halt gestiegen“, mochte sich SG-Trainer Falk Schilling nicht mit diesen Randnotizen befassen.

Stattdessen beschäftigte sich der Pädagoge vielmehr mit den Ursachen der Niederlage. „Wir haben ja nicht alles falsch gemacht, vor allem in den ersten 20 Minuten war einiges in Ordnung. Die Mannschaft hat wieder einmal sehr viel investiert“, verwies Falk Schilling zurecht auf die guten Phasen seiner Ballwerferinnen, und die agierten streckenweise sehr konzentriert. „Da haben wir vorne sehr geduldig gespielt“, so Schilling. Allerdings fehlte im Abschluss einmal mehr die nötige Effizienz.

Starker BVB-Rückraum

Der Gegner war in dieser Hinsicht jedoch konsequenter, und der SG-Trainer stellte zurecht auch die Qualität des Gegners heraus. „Dortmund ist sehr breit aufgestellt“, so Schilling. Im Rückraum der blutjungen Truppe trafen Vanessa Brandt (neun Tore) und Nadja Zimmermann (6) wie sie wollten. Und auch von den Außenbahnen war es durch die Mendenerin Hannah Kamp (3) und Lena Hausherr (4) stets gefährlich. Vier Spielerinnen also, die 22 der insgesamt 28 Dortmunder Tore markierten.

Auf Seiten der „Wölfinnen“ hongegen fehlte einmal mehr auch das Glück. Mal flog die Lederkugel an Pfosten oder an die Latte des Dortmunder Tores. Oder die Schussversuche der Stratmann, Baer und Co. waren dankbare Aufgaben für die Dortmunder Torfrau.

Die Partie in der Walram-Halle war zu Beginn eigentlich ausgeglichen. Die Gäste gingen zwar durch Lena Hausherr nach fünf Spielminuten mit 3:1 in Führung. Doch die „Wölfinnen“ blieben dran – Kathrin Baer besorgte in der neunten Minute per Siebenmeter den 5:5-Ausgleich.

In der Folgezeit konnte sich die SG nie entscheidend absetzen, aber die Partie schien trotzdem noch offen. Erst in der Endphase der ersten Halbzeit begann sich die Partie, zu Gunsten der Gäste aus Dortmund zu drehen. Die Damen Bleckmann (2) und Brandt (1) sorgten dafür, dass Menden zur Pause mit vier Toren hinten lag (11:15).

Dieser deutliche Pausenrückstand sollte sich für die „Wölfinnen“ als eine zu große Hypothek erweisen. Nach dem Seitenwechsel baute der BVB seine Führung immer weiter (18:26/46.). Die Partie war da bereits entschieden – Ergebniskosmetik war bei den „Wölfinnen“ angesagt.

Doch das Endergebnis geriet letztlich zur Nebensache, denn nach 40 Minuten überwogen die Sorgen um die „Chefin“ der SG. Kathrin Baer musste mit einer schmerzhaften Fußverletzung frühzeitig den Dienst quittieren.

Ein geschenkter Tag für die SG – in allen Bereichen.

Text: Westfalenpost Menden – Burkhard Granseier

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