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„Wölfinnen“ beeindrucken mit starken Drittliga-Auftritten

Antreiberin mit Tordrang: Kathrin Baer (Bildmitte) und die SG-Frauen fühlen sich in der Dritten Liga bestens aufgehoben. Foto: Dietmar Reker, sportpresse-reker.de

Aufsteiger SG Menden Sauerland beweist Drittliga-Reife: Extremer Ehrgeiz und Siegeswillen zeichnen die Mannschaft von Trainer Falk Schilling aus.

Der letzte sportliche Auftrag im Jahr 2017 war leider nicht vom Erfolg gekrönt. Die Drittliga-Handballerinnen der SG Menden Sauerland kehrten am Samstag mit einer 29:32-Niederlage bei TSV Bayer 04 Leverkusen II in die Hönnestadt zurück. Aber die Enttäuschung über diese Auswärtspleite hielt sich in Grenzen, denn die heimischen Ballwerferinnen hatten einmal mehr ihre Drittliga-Tauglichkeit unter Beweis gestellt.

„Diese Hinrunde konnte man nicht erwarten, denn dafür liegt in dieser Liga alles so eng bei einander“, ist nicht nur SG-Trainer Falk Schilling hochzufrieden mit dem Auftreten seiner Mannschaft in der neuen sportlichen Heimat.

Traumstart mit fünf Siegen

Für den Pädagogen war es einmal mehr ein Beleg dafür, dass sein Team über außergewöhnliche Qualitäten verfügt. „Die Mannschaft ist extrem ehrgeizig“ , sagt Schilling zu der Tatsache, dass sich die „Wölfinnen“ sehr schnell in der höheren Liga zurecht gefunden haben. Obwohl er auch nicht verschweigen mag, dass ihn der tolle Saisonauftakt mit fünf Siegen in Folge überrascht hat. „Es ist halt nicht selbstverständlich, dass man mal eben mit zehn Toren gegen Oldenburg gewinnt oder dass man gegen Solingen-Gräfrath einen klaren Halbzeitrückstand in ein deutliches 37:32 umwandelt“, mahnt Schilling die nötige Demut an.

Die schien nach dem Saisonstart durchaus in Euphorie umzuschlagen. Mit dem deutlichen 25:38 bei Borussia Dortmund II aber war der heimische Aufsteiger endgültig in der Dritten Liga angekommen.

Blick auf die Konkurrenz

In der Tat scheint die Staffel West mit Ausnahme von Tabellenführer TuS Lintfort, der ungeschlagen seine Bahnen zieht, sehr ausgeglichen besetzt zu sein. „Es liegt alles eng zusammen“, sagt Falk Schilling und sieht auch die Leverkusener, bei denen man ja knapp verloren hat, dicht hinter seinem Team. Der Mendener Trainer fühlt sich daher bei seiner Einschätzung von einer absolut ausgeglichenen Staffel West bestätigt. Wobei Schilling den Status der Zweitvertretungen von Bundesligisten hervorhebt. „Ich denke, dass zum Beispiel HSG Blomberg-Lippe II bei dem 42:32-Sieg in Vechta auch Spielerinnen aus der Ersten dabei hatte.“

Stabile Abwehr und Tempospiel

Eine weitere Erkenntnis brachte die erste Serie allerdings auch. „Wir müssen in jedem Spiel eine Topleistung abrufen“, sagt Schilling und denkt dabei vor allem an die Stärken seiner Mannschaft – die konsequente Abwehrarbeit und das Tempospiel können jedem Gegner Probleme bereiten. So geschehen auch am Samstag bei Leverkusens Zweitvertretung, die in der Schlussphase Nerven zeigte.

Das zahlreiche Lob der Konkurrenz – wie von Leverkusens Trainerin Kerstin Reckenthäler – zeigt, dass die SG auf dem richtigen Weg ist. Die Rückrunde kann kommen.

Text: Westfalenpost Menden – Burkhard Granseier

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