Die früheren Saxonen-Handballer haben viel Spaß beim Dartturnier im Gasthof Hünnies – das hatte Bernd Linke (stehend ganz links) im Rahmen des Ehemaligen-Treffens organisiert. Foto: Martina Dinslage

Beim Ehemaligen-Treff der Handballer der DJK Saxonia Lendringsen im Gasthof Hünnies stand das Spiel mit den Dart-Pfeilen im Blickpunkt.

Die Idee entstand vor gut einem Jahr. Bernd Linke wollte frühere Handballer der DJK Saxonia Lendringsen zu einem Ehemaligentreffen zusammenholen. Aber ein Wiedersehen bei guten Gesprächen, Bier und Snacks reichte ihm irgendwie nicht aus.

„Ich wollte etwas organisieren und dabei etwas für alle um die Hand haben“, sagte das frühere Rückraum-Ass. Und da kam ihm die Idee, ein Dartturnier zu veranstalten. Der Gedanke stieß bei den Saxonen auf große Zustimmung. Mit Mund-zu-Mund-Propaganda und einer Whatsapp-Gruppe hatte Linke schnell ein stattliches Teilnehmerfeld zusammen trommeln können.

Professionelle Vorbereitung

Die Vorbereitung verlief professionell. „Um einschätzen zu können, wie lange so ein Turnier ungefähr dauert, haben wir uns im Vorfeld mit zehn Leuten getroffen und geschaut, wieviel Zeit wir benötigen würden“, erzählt Linke, der selbst passionierter Dartspieler ist und sich alle vier Wochen mit Michael Busche in seinem Keller duelliert.

Im früheren Saxonen-Vereinslokal Hünnies fand man schnell einen geeigneten Spielort, Gastwirt Frank Hünnies unterstützte das Event, wo er nur konnte. Bernd Linke und sein Sohn Niklas legten eine Homepage (www.Handballmeetsdarts.com) an, von der Auslosung der Paarungen mit dem früheren deutschen Dartmeister Detlef Skibb wurde ein Video erstellt sowie eine (humorige Turnierordnung) formuliert.

Am Samstag kamen sie dann alle zusammen. „Bürste“ Bichmann nahm sogar den weiten Weg aus Hamburg auf sich, der ehemalige Coach Friedhelm Ziel kam aus Lüdenscheid, Frank Schaden aus Sundern. „Schade, dass es Christof Ablas nicht geschafft hat“, bedauerte Bernd Linke. „Er sitzt auf der Autobahn in Frankreich fest.“

Nach einer Practise-Runde legten die Saxonen an vier Boards los und das durchaus mit einer gewissen Ernsthaftigkeit und teilweise erstaunlichen Fähigkeiten, wobei Bernd Linke zuvor in seiner kurzen Begrüßung betont hatte: „Das ist nicht mein Turnier, sondern unsere Veranstaltung. Wir haben uns alle darauf gefreut und wir wollen einfach nur Spaß haben.“

Und den hatten die Teilnehmer und sparten dabei auch nicht mit lockeren Sprüchen. „Ich habe ein bisschen Angst, dass er mir die Pfeile weghechtet“, scherzte zum Beispiel Raimund Giacuzzo vor seinem Duell mit Gerd Dannhäuser, früherer Saxonen-Torwart und ältester Teilnehmer des Abends. Oder Matthias Wilhelm, der nach seinen Trainingswürfen humorvoll einwarf: „Ich habe dreimal getroffen. Jetzt höre ich erst einmal auf. Ansonsten bin ich überspielt.“

Dass Bernd Linke sportlich letztlich der strahlende Sieger war, war dem Organisator des Events gar nicht so recht. Auch nicht, dass er zudem den Sonderpreis abräumte. „Ich wollte eigentlich gar nicht mitspielen“, so der Saxone.

Sonderpreis wird verlost

Frank Hünnies hatte für einen Neun-Darter (also das perfekte Spiel bei 501) 50 Euro ausgelobt. Linke schaffte in einem Vorrundenspiel (301 auf 0) einen Acht-Darter (140/140/21). Den Preis stellte er allerdings zur Verfügung – und er wurde später unter allen Teilnehmern verlost.

„Die meisten haben nachher gesagt, das müssen wir unbedingt noch einmal machen“, so Bernd Linke. „Vielleicht in 2019.“ Aber ihm schwirrt noch ein anderes Projekt im Kopf herum – eine Stadtmeisterschaft im Darten. Mit dem TV Halingen (Roman Schulz) und dem TV Schwitten (Josef Flthaut) hat er schon Kontakt aufgenommen. Und die zeigten durchaus Interesse. Es wäre in der Tat ein coole Sache, wenn so ein Ereignis wirklich zustande kommen würde.

Text: Westfalenpost Menden – Franz Schoo