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Handballknaller am Freitagabend

Joel Jünger und die SG-Zweite wollen heute beim Derby in Bösperde nochmal zwei Punkte holen. Foto: Tobias Schad, schad-info.de

Handball-Knaller am Freitagabend: Vorweihnachtliches Derby zwischen DJK Bösperde und der SG Menden Sauerland II hat reichlich Spannungspotenzial.

Dieses Duell genießt in der heimischen Handball-Szene größte Aufmerksamkeit: Um 18 Uhr stehen sich an diesem Freitag Gastgeber DJK Bösperde und der Lokalrivale SG Menden Sauerland II zum Landesliga-Derby gegenüber – ein vorweihnachtliches Duell mit reichlich Spannungspotenzial.

Es ist der dritte Versuch, um dieses Match über die Runden zu bringen. Die ursprüngliche Ansetzung für den 30. September wurde auf den 25. November verlegt, den neuen Termin konnte Bösperde jedoch aufgrund der Teilnahme an der Endrunde des HVW-Pokals in Versmold nicht halten. Nun avanciert das Derby zu einem Jahresausklang mit Monopol-Stellung, denn alle anderen Handball-Kollegen befinden sich bereits in der Weihnachtspause.

Hallo Herr von Estorff und Herr Wefing: Wie sehen Sie aktuell die Situation Ihrer Mannschaft in der Landesliga 4?
Jörg von Estorff (DJK Bösperde): Die Lage ist eindeutig. Die Hombrucher werden diesmal verdient den Aufstieg schaffen, wenn sie nicht das Verletzungspech ereilt, so wie es bei uns passiert ist. Und abgesehen vom TV Arnsberg ist nach unten wohl alles offen. Wir wissen aber, dass wir fleißig punkten müssen, um nicht in den Ligakeller zu rutschen. 20 Punkte werden diesmal wohl nicht reichen – es sollten schon 22 bis 24 sein.
Arnd Wefing (SG Menden Sauerland II): Ich bin der Meinung, dass wir etwas unter Soll stehen. Und ich hätte mir gewünscht, dass wir zu Saisonbeginn mit einem kompletten Kader hätten agieren können. Mittlerweile sieht es besser aus – es ist in personeller Hinsicht Ruhe eingekehrt, die wir allerdings brauchen, um junge Spieler auszubilden. Es ist gut, dass es zudem bei der Ersten ruhiger geworden ist – das strahlt auch auf uns aus.
Wohin geht die Reise in den kommenden Wochen und Monaten für Ihr Team?
Jörg von Estorff: Wie gesagt, wir müssen viele Punkte holen. Aber im Grunde sind wir mit der Entwicklung unserer Mannschaft sehr zufrieden – die jungen Leute lernen dazu und werden immer routinierter.
Arnd Wefing: Das wurde ja in Teilen bereits bei der ersten Frage beantwortet. Mit dem Aufstieg werden wir nichts zu haben, aber im gesicherten Mittelfeld möchten wir uns schon aufhalten. Deshalb sollte unser Punktestand nach der Hinrunde zweistellig sein – derzeit fehlen zwei Zähler, und die wollen wir uns jetzt im Derby holen.

Wo sehen Sie bei den beiden heimischen Landesligisten die Unterschiede?Jörg von Estorff: Wir spielen gegen eine zweite Mannschaft. Und ohne die Leute aus dem Drittliga-Kader wie Florian Schösse, Jonas Schulte und zuletzt auch Felix Thier wird es für die Mendener schwer.
Arnd Wefing: Die Bösperder sind in den letzten Jahren etwas stabiler gewesen, auch weil sie personell sehr gut aufgestellt waren. Aktuell haben sie zwar Probleme, aber deren Kader ist immer noch gut bestückt.

Was bewundern Sie beim Gegner?Jörg von Estorff: Eigentlich gar nichts. Ich sage das, ohne provozieren zu wollen, aber ohne die Leute aus der Ersten würde der SG-Zweite doch etwas an Qualität fehlen.
Arnd Wefing: Für mich ist es das erste Mal, dass ich eine zweite Mannschaft trainiere. Und dass unsere Erste mehr Aufmerksamkeit bekommt, ist doch verständlich. Bei den Bösperdern ist das anders, die sind in ihrem Verein ganz klar die Nummer eins.

Welchen Faktor haben bei einem Derby die Zuschauer?Jörg von Estorff: Das ist für uns ein ganz wichtiger Faktor, da spielen die Emotionen natürlich eine große Rolle. Ich hoffe, dass wir unseren Heimvorteil in die Waagschale werfen können und einen Sieg feiern dürfen.
Arnd Wefing: Das dürfte für meine Mannschaft eigentlich kein Faktor sein. Natürlich macht es Spaß, vor einer vollen Tribüne zu spielen. Aber die meisten von unseren Jungs haben schon vor mehr Zuschauern gespielt – für die ist das also nichts Neues.

Ihr Tipp für das Derby lautet …Jörg von Estorff: Die Chancen stehen wohl 50:50. Jede Mannschaft hat die Möglichkeit, die andere zu schlagen. Ich denke, dass das auch eine Frage der Tagesform sein wird.
Arnd Wefing: Ich sehe einen knappen Sieg für uns.

Text: Westfalenpost Menden – Eberhard Tripp

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