Lisa Gerbe und die SG-Frauen zeigten am Sonntag in Solingen-Gräfrath eine starke Leistung und wurden mit den Saisonpunkten 17 und 18 belohnt. Foto: Dietmar Reker, sportpresse-reker.de

Die Drittliga-Handballerinnen der SG Menden Sauerland holten beim 33:26 in Solingen-Gräfrath die Saisonpunkte 17 und 18.

Am Sonntag regierte allerorts der Karneval. Mit einer Ausnahme – die Sporthalle Kammerhof in Solingen. Denn dort feierten die Drittliga-Handballerinnen der SG Menden Sauerland einen grandiosen Auftritt. Der Aufsteiger gewann beim HSV Solingen-Gräfrath 76 mit 33:26 (14:12).

Es war ein beeindruckender Erfolg, der die „Wölfinnen“ auf den dritten Tabellenplatz beförderte. Doch der Blick auf die Rangliste war nur Nebensache, vielmehr war man stolz, dass auch im Rückspiel bei einem der ambitioniertesten Teams der Liga ein deutlicher Sieg gelungen war.

Stolzer Trainer

„Das war wieder eine riesige Energieleistung meiner Mannschaft und sie hat das spielerisch richtig gut gelöst. Gegen diese sehr gut ausgebildete Mannschaft zu gewinnen, ist keine Selbstverständlichkeit“, sagte SG-Trainer Falk Schilling und war mächtig stolz auf sein Team.

Dabei kamen die Gäste nur zögerlich in die Partie. „Und dass, obwohl wir von Angang an sehr gut gearbeitet haben. Wir haben aber einige Angriffe zu schnell abgeschlossen“, haderte Schilling mit der Startphase. So war man nach acht Minuten noch auf Augenhöhe (Lisa Gerbe zum 3:3). In der Folgezeit konnten sich die Gräfratherinnen aber auf vier Tore absetzen – HSV-Spielmacherin Sandra Münch traf zum 7:3 (17.).

Aber die „Wölfinnen“ zeigten Moral und fanden endlich ihren Biss – ein 6:0-Lauf zwischen der 23. und 29. Minute sollte die SG in Führung bringen (14:11/29.). „Das war wohl die entscheidende Phase des Spiels“, so Falk Schilling.

„Diesen Vorsprung konnten wir in der zweiten Halbzeit halten. Das lag auch daran, dass wir über eine konzentrierte Abwehrarbeit in der Offensive stärker wurden“, so der SG-Trainer. Zudem erwies sich auch gestern Sarah Ebel im SG-Tor als der große Rückhalt. Aber auch ihre Vorderleute machten einmal mehr einen exzellenten Job.

Zudem zog Kathrin Baer die Fäden im Rückraum und glänzte als Torschützin – nicht nur von der Siebenmetermarke. Das Trio Anka Stratmann, Maike Benden und Jenny Fastnacht steuerte zudem 20 Tore zum verdienten Sieg bei.

Furioser Schlussspurt

Die Gastgeberinnen gaben sich allerdings nicht auf. „Die haben alles versucht“, attestierte Falk Schilling dem Gegner eine gute Moral. Doch die Änderung der Abwehrformation auf ein 5:1 oder eine Einzeldeckung gegen Stratmann – nichts sollte greifen. Die SG blieb in Abschnitt zwei stets mit mindestens drei Treffern vorn.

Aber erst in der 56. Minute (29:25) war der Widerstand endgültig gebrochen. Die SG-Frauen setzten zu einem furiosen Schlussspurt an und schraubten das Ergebnis in die Höhe.

Auch so kann man Karneval feiern.

Text: Westfalenpost Menden – Burkhard Granseier