Archiv

„Ein Derby ohne einen Favoriten“

Abwehrarbeit ist heute Abend im Derby gefragt: Im Hinspiel konnten sich Philipp Wergen (hier beim Wurf) und die DJK Bösperde gegen die SG-Zweite mit 31:28 durchsetzen. Heute muss der Tabellenfünfte auf seinen gesperrten Kapitän verzichten. Foto: Dietmar Reker, sportpresse-reker.de

Erst kurz vor Weihnachten standen sie sich gegenüber, weil die Hinspielpartie zweimal verschoben werden musste. Am 22. Dezember 2017 gewann die DJK Bösperde das Handball-Derby in der Landesliga 4 gegen die SG Menden Sauerland II mit 31:28.

Heute Abend geht es in der Habicht-Halle (!) ab 20 Uhr wieder um Punkte – besonders für die SG-Zweite ist diese Begegnung äußerst wichtig.

Die WP-Sportredaktion sprach mit SG-Trainer Arnd Wefing (SG II) und mit Sven Sowein, dem sportlichen Leiter der DJK, über das bevorstehende Lokalduell.

Wie würden Sie die aktuelle Situation bei Ihrer Mannschaft beschreibenArnd Wefing: Die Lage ist absolut schwierig aufgrund der personellen Engpässe. Daher haben wir auch wegen der Torwartsituation und anderen Verletzungen die Trainingseinheiten der ersten und zweiten Mannschaft zusammengelegt. Und die Lage ist auch durch die Tabellensituation angespannt – also insgesamt ein unangenehmes Gemisch. Sven Sowein: Bei uns ist alles im grünen Bereich. Wir haben im Vorfeld der Saison die Marschroute ausgegeben, dass wir die zweite und dritte Mannschaft in die nächsthöhere Klasse bekommen wollen. Die Erste ist daher ein bisschen nebenher gelaufen. Dass wir im Verlauf der Hinrunde so viele Verletzte bekommen, konnte man nicht voraussehen und hat mir auch ein bisschen Angst gemacht. Aber der aktuelle fünfte Platz ist in Ordnung. Ist das Derby nach wie vor ein besonderes Spiel? Arnd Wefing: Als Dortmunder ist das für mich schwierig nachzuvollziehen, für mich wären die Punkte schön. Für die Spieler wird es immer etwas Außergewöhnliches sein. Sven Sowein: Für mich ist das Derby eines von vielen Partien. Für die Spieler bleibt es immer etwas Besonderes, wenn sie gegen ihre Kumpels spielen.

Wo ist der Gegner Ihrer Meinung nach besonders stark? Arnd Wefing: Bösperde spielt seit längerem zusammen und hat ein anderes Selbstvertrauen als wir. Sven Sowein: Die SG-Zweite ist sowieso stark. Ich verstehe deshalb auch nicht, warum die da unten stehen. Was wird heute Abend der entscheidende Faktor sein?Arnd Wefing: Es wird darauf ankommen, welche Mannschaft bereit ist, alle Leidenschaft und allen Willen in die 60 Minuten zu legen. Man kann noch so viel über Technik, Taktik und Abwehrformationen reden, wenn es im Kopf nicht stimmt. Ich bin froh, dass es ein Derby ist, und hoffe, dass meine Mannschaft noch den einen oder anderen Prozentpunkt herausholt. Sven Sowein: Die Einstellung. Ist der Umzug in die Habicht-Halle ein Faktor?Arnd Wefing: Wir haben da schon einige Male trainiert und es ist dort nicht so angenehm, aber aus Dortmund bin ich schlimme Hallen gewohnt. In Lendringsen sind die Zuschauer halt nicht so nah dran. Aber wir sind ja mittlerweile in allen Mendener Hallen heimisch geworden. Sven Sowein: Das ist völlig egal. Wenn ich gewinnen will, dann spiele ich überall. Würden Sie einen Tipp abgeben? Arnd Wefing: Nein. Ich wünsche meiner Mannschaft aber, dass sie ein gutes Spiel hinbekommt und dann wieder mit etwas breiterer Brust durch die Halle laufen kann. Sven Sowein: Nein, lieber nicht. Aber wir wollen natürlich gewinnen.

Text: Westfalenpost Menden – Franz Schoo

Zugehörige Artikel

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Ich akzeptiere

Close
Close