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Der „Pott“ geht wieder nach Bad Schwartau

Der VfL Bad Schwartau durfte auch in diesem Jahr wieder jubeln und feierte den Gesamtsieg beim Sauerland-Cup der SG Menden. Foto: Tobias Schad, schad-info.de

Der VfL Bad Schwartau wiederholte gestern seinen Triumph aus dem Vorjahr und sicherte sich erneut den Gesamtsieg beim Sauerland-Cup der SG Menden.

Der „Pott“ geht wieder nach Schleswig-Holstein. Zum zweiten Mal nacheinander holte sich der VfL Bad Schwartau die begehrte Trophäe bei der 28. Auflage des Sauerland-Cups der SG Menden und veredelte den Triumph noch durch den Sieg bei der weiblichen B-Jugend.

Turnierchef Peter Blankenhagen blickte bei der Siegerehrung zufrieden durch die frisch renovierte Kreissporthalle. „Sportlich war die Veranstaltung wieder top. Es ist alles gut gelaufen, kleine Probleme hatten wir im Griff. Wir können zufrieden sein“, sagte der Mendener.

Auch SG-Chefin Birgit Albrecht war erleichtert, dass das Turnier nahezu reibungslos über die Bühne gegangen war. „Wir haben viele schnelle und spannende Spiele gesehen“, so Albrecht. „Das Niveau ist erstklassig, und auffallend war, dass sich die Mannschaften in punkto Athletik stark verbessert haben. Da haben viele Vereine dazu gelernt.“

Außenseitersiege bei den Jungen

Was den Finaltag gestern Nachmittag so attraktiv machte, war die Tatsache, dass es bei der männlichen A- und B-Jugend Außenseitersiege gab. So spielte der TSV Burgdorf ein blitzsauberes Turnier mit neun Siegen in neun Spielen. Die Krönung war das 11:8 gegen den favorisierten Bundesliga-Ost-Tabellenführer SC DHfK Leipzig.

Trainer Robin Kothe war hocherfreut: „Wir waren letztlich frischer und bissiger, und wir fahren mit einem guten Gefühl nach Hause.“ Die Niedersachsen ließen sich nach einer 7:4-Führung auch vom zwischenzeitlichen Ausgleich (8:8/20.) nicht aus der Ruhe bringen. Der überragende Veit Mävers führte sein Team schließlich zum Sieg.

Leipzigs Coach Lennart Lingener war ein bisschen enttäuscht, lobte sein Team aber trotzdem. „Es war schade, aber uns fehlte zuletzt ein bisschen die Kreativität. Allerdings nehmen wir wichtige Erkenntnisse aus diesem Turnier mit und haben das Finale als Erlebnis genossen.“

Ähnlich verlief das Endspiel bei der männlichen B-Jugend – auch hier triumphierte der „Underdog“. Der Nachwuchs des TSV Bayer Dormagen beeindruckte beim 13:10 gegen NSG EHV/Nickelhütte Aue durch eine starke Abwehrarbeit und hatte in Carlos Marquis einen treffsicheren Rückraumschützen.

Dennis Horn, der Bayer-Cheftrainer David Röhrig vertrat, hatte Spaß an der Leistung seiner Mannschaft. „Wir waren hinten sehr stabil, sind gut in den Gegenstoß gekommen, haben vorne geduldig gespielt und die Angriffe individuell gut gelöst.“

Bei der weiblichen B-Jugend wurde das Nordduell zwischen dem VfL Bad Schwartau und dem Buxtehuder SV (9:8) zu einem zähen Ringen. Am Ende triumphierte der Klub aus Schleswig-Holstein knapp.

Bad Schwartaus Trainer Olaf Schimpf war es egal. „Das war ein hochklassiges Spiel. Vor einigen Wochen haben wir in der Meisterschaft deutlich gegen Buxtehude verloren. Diesmal lief es besser“, freute sich der Coach, der zudem auf eine Turnier-Verbesserung aus seiner Sicht hinwies. „Es ist gut, dass wir jetzt auch bei der B-Jugend harzen dürfen. Harz gehört einfach zum Leistungshandball.“

Die Geschichte des Spiels ist schnell erzählt – jeder Treffer des Gegners wurde vom Kontrahenten prompt beantwortet. Die jungen Damen aus Ostholstein hatten dann das bessere Ende für sich.

Auch im Finale der weiblichen A-Jugend zwischen der Auswahl aus Sachsen und dem DHC Pilsen (Tschechien) gab es ein sehr knappes Rennen, wobei am Ende die deutschen Mädchen hauchdünn die Nase vorn hatten.

Doch das war für den Coach der Sachsen-Auswahl Jakob Dietrich vollkommen unwichtig. „Wir sind einfach nur glücklich, dass wir gewonnen haben. Das war jetzt unsere dritte Teilnahme. Einmal Dritter, einmal Zweiter und jetzt Sieger – das ist die passende Einstimmung auf den Länderpokal in Sindelfingen bei Stuttgart“, jubelte der junge Coach. Dieses stark besetzte Turnier beginnt am Mittwoch.

Das Finale war lange Zeit auch ein Duell auf Augenhöhe. Nach gut zwölf Spielminuten schienen sich die Sächsinnen absetzen zu können und gingen mit 11:8 in Führung. Doch dieser Drei-Tore-Vorsprung hielt nicht lange, da die Tschechinnen kämpferisch und spielerisch mithalten konnten. Es schien auf ein Remis hinauszulaufen. In der Schlussphase konnte die Sachsenauswahl aber noch einmal zwei Tore vorlegen – das sollte reichen.

Westfalenpost Menden – Franz Schoo, Burkhard Granseier

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