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Birgit Albrecht: „Wir haben in jedem Spiel eine Chance“

Effektivität im Angriff ist am Samstag besonders gefragt: Die Drittliga-Handballer der SG Menden Sauerland (hier mit Marius Schrage/links) stehen beim Tabellensechsten SG Schalksmühle-Halver vor einer ganz hohen Hürde. Foto: Dietmar Reker, sportpresse-reker.de

Die personelle Situation bei Drittligist SG Menden Sauerland ist weiterhin stark angespannt. Auch Chefcoach Sascha Simec hat die Grippe gepackt.

Es ist eine schwierige Mission. Fast unlösbar. Handball-Drittligist SG Menden Sauerland fährt am 23. Spieltag der Staffel West als krasser Außenseiter zum Tabellensechsten SG Schalksmühle-Halver.

„Das ist sicherlich eine ambitionierte Aufgabe, aber wir haben in jedem Spiel eine Chance“, sagt die Vorsitzende und sportliche Leiterin Birgit Albrecht vor dem märkischen Derby am Samstag in der Sporthalle Halver (Anwurf ist um 19.30 Uhr) angesichts der weiterhin prekären personellen Situation fast schon trotzig.

Die SG-Chefin musste in dieser Woche das Training leiten, weil der Grippevirus auch Coach Sascha Simec gepackt hat. Ob er am Samstag auf der Bank sitzt, war gestern noch sehr fraglich. „Ihn hat’s richtig erwischt“,so Albrecht.

Intensive Einheiten

Die Einheiten verliefen in dieser Woche zwar intensiv und anspruchsvoll, aber das Personal wies aus verschiedenen Gründen große Lücken auf. Und die Aussichten für Samstag sind alles andere als rosig.

Torwart-Oldie Matthias Kohl ist noch nicht wieder fit, hat aber signalisiert, dass er in Halver zur Verfügung stehen will. Zusätzlich soll ein Keeper aus der Zweiten mitfahren. Ein erneuter Einsatz von Dominik Krechel steht wohl nicht zur Debatte.

Eine neue Baustelle hat sich auf der Kreisläufer-Position aufgetan. Max Jost (Grippe) fällt weiter aus, Tom Trost hat eine dienstliche Verpflichtung, und Ansgar Heunemann meldete sich am Donnerstag krank. „Mit Max und Tom fallen uns natürlich auch zwei wichtige Spieler im Innenblock aus“, sagt Albrecht.

Auch das Mitwirken von Marcel Vogler ist noch ungewiss. Der Spielmacher quält sich weiter mit Achillessehnenbeschwerden herum. Über seinen Einsatz wird erst kurzfristig entschieden. Dass Youngster Florian Schösse nach überstandenem Ermüdungsbruch einspringen kann, hält Birgit Albrecht für „nicht vernünftig. Er hat erst am Dienstag das erste Mal wieder mit Ball trainiert, und eigentlich kommt ein Einsatz noch zu früh“, so die SG-Vorsitzende.

Trotz all’ dieser Sorgen beschäftigt man sich in Menden natürlich auch noch mit dem Gegner. Und dabei denkt die SG gerne an das Hinspiel zurück, als das Team einen Sieben-Tore-Rückstand aufholte und beim 28:28 einen nicht mehr für möglich gehaltenen Punktgewinn feierte.

Dass sich „Wunder“ nicht wiederholen lassen, weiß auch Birgit Albrecht. „Im Hinspiel haben wir gezeigt, was uns auszeichnet. Und die Stimmung in der Mannschaft ist gut. Die Jungs sind nicht niedergeschlagen, sondern werden wie gegen die HSG Bergische Panther wieder alles ‘rausholen und 60 Minuten kämpfen.“

Entscheidungen bis Ostern

Im Blick hat Birgit Albrecht natürlich auch schon die kommende Saison. „Wir sind da bei den Spielern relativ weit, und auch in der Trainerfrage ist eine Lösung in Sicht“, so die sportliche Leiterin. „Ich denke, dass bis Ostern das komplette Paket steht.“

Bislang liegen den Mendenern mit Kevin Peichert, Felix Thier, Sebastian Loos, Jonas Schulte und Dorian Gollor fünf Zusagen aus dem aktuellen Kader vor. Dazu kommen mit Lukas Brüske (Ahlener SG), Rafael Dudczak (HSG Gevelsberg-Silschede), Moritz Eigenbrodt (SG Schalksmühle-Halver) und Tim Küppers (VfL Eintracht Hagen) vier Neuzugänge.

Text: Westfalenpost Menden – Franz Schoo

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